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Ida Kerkovius - Fritz Ruoff | Lichträume
25.11.2025
23. November 2025 bis 1. Februar 2026
„Ich bekenne mich zu keiner Kunstrichtung, sondern bin immer bestrebt, wie am Anfang meiner Entwicklung den Gefühlen, die in mir leben, Gestalt, Qualität und Ausdruck zu geben“, sagt die Malerin und Zeichnerin Ida Kerkovius 1949 anlässlich ihres 70. Geburtstags. Das Erzählerische trifft sich in der Bildwelt der wichtigsten Schülerin von Adolf Hölzel mit einem besonderen Interesse am Farbraum, am Lichtraum. Dieser bestimmt immer wieder auch die Malerei von Fritz Ruoff. In Kooperation mit der Galerie Schlichtenmaier (Grafenau und Stuttgart) führt die Ruoff Stiftung mit dieser Ausstellung die Künstlerdialoge zum Werk des Bildhauers, Malers und Zeichners Fritz Ruoff fort. Die Ausstellung wurde bis zum 1. Februar 2026 verlängert.
- Eröffnung: Sonntag, 23. November | 11 Uhr
- Begrüßung: Annette Bürkner, Bürgermeisterin
- Einführung: Nikolai B. Forstbauer
Öffentliche Führungen
- Sonntag, 4. Januar 2026 | 15 Uhr - Ausgebucht!
mit Constanze Halsband, Kunsthistorikerin
- Sonntag, 25. Januar 2026 | 15 Uhr - Ausgebucht!
mit Constanze Halsband, Kunsthistorikerin
Gebühr: 5 Euro (Kinder & Jugendliche frei)
Anmeldung: info@ruoff-stiftung.de oder Telefonnummer: 07022 75-347
"Mädelsabend mit KunstGenuss" - Ausgebucht!
- Termin: Mittwoch, 26. November 2025 | 19 Uhr
- Preis: 19,00 € (inkl. Fingerfood und ein Getränk)
- Anmeldung: über die vhs Nürtingen
- Anmeldeschluss: 18. November 2025
- Veranstalter: Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung in Kooperation mit der vhs Nürtingen
Die Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung lädt interessierte Frauen im Rahmen der Ausstellung „Lichträume“ zu einem Abend mit KunstGenuss in die Schellingstraße ein. Zu sehen sind – in Kooperation mit der Galerie Schlichtenmaier – ausgewählte Werke von Ida Kerkovius (1879-1970) im Dialog mit Arbeiten von Fritz Ruoff (1906-1986). Das Erzählerische trifft sich in der Bildwelt der wichtigsten Schülerin von Adolf Hölzel mit einem besonderen Interesse am Farb- und Lichtraum. Bei einem Gang durch die Ausstellung mit der Kunsthistorikerin Constanze Halsband taucht man ein in das Werk dieser bedeutenden deutschen Malerin der Klassischen Moderne. Im Anschluss besteht in lockerer Atmosphäre beim Genuss von kleinen Köstlichkeiten und einem Glas Sekt die Möglichkeit zum Gedankenaustausch.
Vortrag zur Finissage: „Kunst als Haltung und Spiel“
- Sonntag, 1. Februar 2026 | 15 Uhr
- mit Dr. Günter Baumann, Kunsthistoriker
- Eintritt frei!
- Anmeldung: info@ruoff-stiftung.de oder Telefonnummer: 07022 75-347
Es ist nicht bezeugt, dass Ida Kerkovius und Fritz Ruoff sich kannten. Ziel des Vortrags ist also eine Durchkreuzung zweier Denkwelten: Kerkovius war als eine der wichtigsten Stimmen im Hölzelkreis in Stuttgarter Künstlerkreisen vernetzt. Ruoff pflegte von Nürtingen aus Kontakte zu diesen Kreisen. Beide trennten zwar eine Generation, doch zwischen etwa 1930 (als Ruoffs Karriere begann) und 1970 (Tod Kerkovius‘) hätten sie sich begegnen können. Folgt man den vagen biografischen Notizen, schätzte Ruoff das Werk Hölzels, und es ist kaum vorstellbar, dass er von Kerkovius keine Notiz nahm. Wir folgen dem gemeinsamen geistigen Fundament: Beide sahen Kunst als Ausdruck innerer Ordnung und geistiger Freiheit sowie die Orientierung an der klassischen Moderne und an den Idealen des Bauhauses – Gedanken, die von Hölzel über Kerkovius bis zu Ruoff weitergegeben wurde. Kunst galt als Mittel des inneren Ausdrucks und als Medium einer spirituellen Tiefe. Bei Kerkovius zeigt sich das in einer farbintensiven, lyrisch-abstrakten Malerei, bei Ruoff in einer eher strengeren, aber dennoch expressiven Formensprache – auch in der Plastik.


