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Malerei

"KunstDialog" und mehr

Ergänzend zu den Ausstellungen werden kleinere Veranstaltungen und Impulse angeboten, die mit unterschiedlichen Formaten die Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung als Ort der Kunst und Begegnung erlebbar machen. Aktuelle Veranstaltungstermine finden Sie auf dieser Seite oder hier zum Download . PDF-Dokument891,42 KB04.03.2026

LITERATUR im GESPRÄCH

25.11.2025

Die Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung war und ist nicht nur ein Ort der Bildenden Kunst, sondern auch der Literatur. Wer durch die privaten Wohnräume im ersten Stock geht, erlebt, wie wichtig die Literatur und das Lesen in diesem Haus waren. Im Herbst 2026 setzt die Ruoff Stiftung in Kooperation mit der vhs Nürtingen die Veranstaltungsreihe „LITERATUR im GESPRÄCH“ fort. An drei Terminen stehen Bücher im Fokus mit dem Themenschwerpunkt „Künstler/innen-Leben“. Im gemeinsamen Gespräch nähern wir uns einem scheinbar vergessenen aber hoch aktuellen Roman von Klaus Mann, dem berühmtesten Prosatext von Ingeborg Bachmann und Markus Orths Geschichte eines großen Künstlers im 20. Jahrhundert: Klaus Mann: Mephisto (1936), Ingeborg Bachmann: Malina (1971) , Markus Orths: MAX. Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert (2017). Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, lediglich Lesefreude und Neugier.

Termine:

  • Mittwoch, 21.10.26, 17.00-18:30 Uhr
  • Mittwoch, 02.12.26, 17.00-18:30 Uhr
  • Mittwoch, 20.01.27, 17.00-18:30 Uhr

Moderation: Dr. Susanne Lüdtke, Literaturwissenschaftlerin
Gebühr für 3 Termine: 30 Euro 
Buchung: über die vhs Nürtingen (Kurs-Nr. 21014) 
Anmeldeschluss: 10. Oktober 2026

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier im Download PDF-Dokument1,48 MB14.07.2026

Zum Artikel der Nürtinger Zeitung PDF-Dokument849,19 KB21.07.2026

Mittwoch, 21. Oktober | Klaus Mann: „Mephisto“

Klaus Mann: „Mephisto“ (1936)

Dieser Roman erzählt von den Verstrickungen der Kunst- und Theaterwelt in das Unrechtssystem des Nationalsozialismus. Konkretes Beispiel war für ihn der bis heute berühmte Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant Gustav Gründgens, dessen Gier nach Ruhm, Anerkennung und Geld ihn die Nähe zu den Machthabern suchen ließ und korrumpierbar machte. Natürlich forschen wir in diesem Werk nach den historischen Vorbildern – und können auch viele finden. Klaus Mann aber wollte seinen „Mephisto“ nicht nur als Schlüsselroman verstanden wissen. Ihm ging es um Menschentypen, die verführbar sind, um Mitläufer und kleine Profiteure, ohne die ein Faschismus nicht möglich gewesen wäre. Ein sehr aktuelles Thema!

Mittwoch, 2. Dezember | Ingeborg Bachmann: „Malina“

Ingeborg Bachmann: „Malina“ (1971)

Anlässlich von Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag wenden wir uns dem berühmtesten Prosatext der Lyrikerin zu. „Malina“ ist das Buch einer Beschwörung, eines Bekenntnisses, einer Leidenschaft. Eine namenlose Erzählerin beschreibt ihre tragische Liebesgeschichte zu zwei Männern: zu ihrem Geliebten Ivan, schön und unerreichbar, von dem sie besessen ist, und zu ihrem Gefährten Malina, dem nüchternen Militärhistoriker, mit dem sie die Wohnung teilt. Es ist wohl die denkbar ungewöhnlichste Dreiecksgeschichte: weil zwei der Beteiligten in Wahrheit eine Person sind. Ein nach wie vor herausfordernder Text, dem wir uns gemeinsam mit unterschiedlichen Fragen nähern wollen.

Mittwoch, 20. Januar 2027 | Markus Orths: „MAX. Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert“

Markus Orths: „MAX. Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert“ (2017)

Hier wird das Leben eines Künstlers quasi durch die Augen seiner Lebensgefährtinnen gesehen. Der Titel des biografischen Romans von Markus Orths deutet bereits an, dass nicht nur der große Surrealist Max Ernst im Mittelpunkt steht, sondern auch die Zeit seines langen, 94 Jahre währenden Lebens. So erzählt Orths entlang dessen Biografie und Umfeld auch die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Der Künstler Max Ernst bleibt dabei immer der Suchende, der stets darauf drängt, einen Schritt weiter zu gehen. Visionen und Fantasien begeistern ihn, alles, was über die Vernunft und das äußerlich Wahrnehmbare hinausgeht.

Mit freundlicher Unterstützung der Buchhandlung Im Roten Haus

Archiv

KunstDialog: "Rückblick und Ausblick: 20 Jahre Ruoff Stiftung"

  • Sonntag, 8. Dezember 2024 | 11 Uhr
  • Anmeldung erforderlich unter info(@)ruoff-stiftung.de oder Telefonnummer: 07022 75-358.

20 Jahre Ruoff Stiftung: Wie waren die Anfänge? Wo steht die Stiftung heute? Und was bringt die Zu­kunft? Im Rahmen der Ausstellung "Die ins Haus kamen" wagt Kulturamtsleiterin und Geschäftsführerin der Stiftung Susanne Ackermann einen Rück- und Ausblick. Im "KunstDialog" blickt sie gemeinsam mit Alfred Bachofer (Oberbürgermeister a. D.), Nikolai B. Forstbauer (Mitglied des Stiftungsbeirats) und Almut Kaiser (Künstlerin) auf die Gründungsjahre der Ruoff Stiftung und auf die Begegnungen im Hause Ruoff zurück und spricht über Zukunftsperspektiven für diesen beson­deren Ort der Kunst in Nürtingen.

Wer die spannende Veranstaltung verpasst hat, erhält im Artikel der Nürtinger Zeitung vom 12.12.2024 zusammengefasst einige Einblicke:

Artikel der NTZ zum Download

Fritz Ruoff - in situ

  • Termin: Mittwoch, 20. November 2024 | 18.30 Uhr
  • Ort:Evangelische Tagungsstätte Bad Boll
  • Veranstalter: Evangelische Akademie Bad Boll

Die Boller KunstAkademie am Bußtag lädt am 20. November zu einer ungewöhnlichen Begegnung mit dem Werk des Künstlers Fritz Ruoff (1906-1986) ein. Im Mittelpunkt der Ausstellung "in situ" stehen Arbeiten, die Ruoff für den 1968 erbauten Festsaal der Evangelischen Akademie Bad Boll geschaffen hat. Für diesen Saalraum, der zugleich Veranstaltungs- und Sakralraum war, gestaltete Ruoff architekturimmanente Werke: weiche, warme Wollteppiche trafen hier auf harten kalten Beton. Im Außenbereich deutete er die Wand des Atriums zu einem abstrakten Formentableau um. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Weinbrenner Kuby entstand so ein räumliches Gesamtkunstwerk im Innen- und Außenbereich.

Die Boller KunstAkademie 2024 rückt die Kunst "in situ" und stellt genau diese Situation aus den 1960er Jahren wieder her. Ergänzt wird diese besondere Rekonstruktion um Werke aus dem Bestand der Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung, die jeweils eine eigene Schaffensperiode markieren.

Die Eröffnungsveranstaltung lädt Interessierte zu theologischem Impuls, zu Vortrag und Musik und schließlich auch zum Austausch mit Menschen ein, die von ihren alltäglichen Begegnungen mit der Kunst Fritz Ruoffs erzählen. Die Ausstellung wird im Anschluss vom 21. November 2024 bis zum 27. März 2025 zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.

"Baumschiff-Traumschiff. Bau deine eigene Yacht."

  • Termin: 25. bis 28. Juli | 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • Workshopleitung: Thomas Putze
  • Alter: 10-14 Jahre
  • Verbindliche Anmeldung unter kultur.stadt(@)nuertingen.de

Das Schiff ist ein Sinnbild für Rettung, Rückzug, Eroberung, Traumreise und Entdeckung. Gemeinsam mit dem Stuttgarter Bildhauer und Performancekünstler Thomas Putze soll im Garten der Ruoff-Stiftung ein großes Schiff entstehen, das die Bäume des Gartens als Elemente miteinbezieht und das nach euren Vorstellungen und Wünschen gebaut wird. Nebenbei können eure eigenen kleinen Boote und Yachten entstehen.

Urban Sketching Workshop

  • Termin: Samstag, 4. Mai 2024 | 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr
  • Workshopleitung: Nadja Pidan, freie Künstlerlin (ABK Stuttgart)
  • Preis: 20 Euro (Barzahlung vor Ort)
  • Verbindliche Anmeldung unter info(@)ruoff-stiftung.de oder Telefonnummer: 07022 75-358

Welche Farbe hat die Frühlingsluft? Lassen sich Geräusche malen? Inspiriert durch Arbeiten des Künstlers Berthold Mahringer, die in der Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung unter dem Titel „Der Ruf der Farbe“ vom 14. April bis 9. Juni zu sehen sind, folgen wir diesen Fragen. Mit Klappstuhl, Skizzenbuch, Zeichenstift und Aquarellkasten gehen wir raus in den Garten, um in der Begegnung mit Natur und Architektur unterschiedliche Perspektiven malerisch oder zeichnerisch festzuhalten. Unter der Leitung der Künstlerin Nadja Pidan, die selbst erfahrene Urban Sketcherin ist, erhalten die Teilnehmenden praktische Tipps und Impulse für den eigenen kreativen Prozess. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, lediglich Neugier und Freude am Gestalten.
 

"KunstDialog": Härtling und die Ruoffs - Horizont(e) einer Freundschaft

  • Mittwoch, 18. Oktober 2023 | 19:00 Uhr | AUSGEBUCHT
  • Eintritt: 8 Euro
  • Anmeldung erforderlich unter info(@)ruoff-stiftung.de oder Telefonnummer: 07022 75-358.

Kulturamtsleiterin Susanne Ackermann und SPUREN-Autor Andreas Warausch blicken im Gespräch auf die besondere Freundschaft Peter Härtlings zu Fritz und Hildegard Ruoff. Dabei werden interessante Aspekte aus der umfassenden Recherche von Andreas Warausch für das neue SPUREN-Heft zu Peter Härtling Thema sein.

"KunstDialog": Margarete Oehm im Kunstnetzwerk der Moderne

  • Termin: Sonntag, 21. Mai 2023 | 11:00 Uhr
  • Preis: 10,00 Euro
  • Anmeldung unter info(@)ruoff-stiftung.de oder Telefonnummer: 07022 75-358

Margarete Oehm widmet sich ihrer künstlerischen Arbeit und besucht den privaten Malunterricht bei Willi Baumeister, bevor die beiden 1926 heiraten. Ihr noch stark in traditionellen Konventionen verhafteter Werdegang, der die Ehefrau und Mutter von zwei Töchtern nicht davon abhält, die moderne Doppelrolle als wichtige Ratgeberin und Bewahrerin des Werkes ihres Malergatten auszufüllen, rückt erst seit wenigen Jahren ins Licht der Öffentlichkeit. Weitgehend unbekannt ist dagegen ihre Freundschaft zur Malerin Gertrud Koref-Stemmler (geb. Musculus), der sie durch die schwierigen Zeiten des Nationalsozialismus hinweg verbunden blieb sowie ihre Kontaktpflege zum Kunstsammler und -förderer Ottomar Domnick und insbesondere zu dessen Ehefrau Greta, die als eine der ersten weiblichen Medizinstudentinnen promoviert hatte.

Wie sich die Lebensgeschichten dieser drei “frühen” und lange verkannten Frauen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts ähneln, unterscheiden oder kreuzen und wie sie sich durch ihre Netzwerke gegenseitig unterstützt haben, wird bei einem gemeinsamen Gespräch zwischen Hadwig Goez, Leiterin des Archivs Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart, Vera Romeu, Leiterin der Sammlung Domnick in Nürtingen und Corinna Steimel, Leiterin der Städtischen Galerie Böblingen erläutert werden.